Die meisten der hier gezeigten Bilder sind Kallitypien. Eine Kallitypie ist ein fotografisches Edeldruckverfahren aus dem 19. Jahrhundert, das zu den Eisen‑Silber‑Prozessen gehört und kontaktkopierte, warmtonige Bilder mit feinem Tonwertumfang erzeugt. Entwickelt wurde es 1889 von W. W. J. Nicol. Das Verfahren basiert auf Eisen(III)-oxalat, das bei Belichtung Silbernitrat zu metallischem Silber reduziert; erst im Entwicklerbad erscheint das Bild vollständig, weshalb die Kallitypie ein klassischer Develop‑Out‑Process ist. Durch verschiedene Entwickler und Toner lassen sich Bildfarben von Braun bis Schwarz steuern. Bei korrekter Klärung und Wässerung sind Kallitypien archivfest, problematisch wird es nur, wenn Eisenreste im Papier verbleiben. Gedruckt wird per Kontakt, idealerweise mit einem Negativ in Endgröße auf hochwertigem Baumwollpapier oder wie hier gezeigt auf teiltransparentes Pergamentpapier, was eine Veredelung mit Edelmetallen auf der Rückseite ermöglich
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